Neue Robotersysteme, der Einsatz künstlicher Intelligenz in der CNC-Bearbeitung und innovative Lösungen für intelligente Fabriken waren die Highlights am Okuma-Stand auf der JIMTOF. Am Stand waren alle Maschinen über das IoT miteinander vernetzt. So konnten die Besucher die zahlreichen Vorteile der intelligenten Fertigung hautnah erleben.
Okuma hat die Robotersysteme der nächsten Generation ARMROID und STANDROID für hochautomatisierte Produktionsprozesse vorgestellt.
Um die Produktivität in kleinen und mittleren Unternehmen zu steigern, bietet ARMROID Automatisierungslösungen an, bei denen herkömmliche Robotik zu komplex oder zu kostspielig wäre. Dies wird durch die Integration eines Gelenkroboters in die Maschine erreicht. Mithilfe einer automatisierten Zelle kann der Roboterarm Werkstücke be- und entladen, was die automatisierte Großserienfertigung ermöglicht.
Eine kostspielige und zeitaufwändige Personalschulung ist nicht erforderlich, da der Roboter über die Maschinensteuerung bedient wird. Die Bediener können seine zahlreichen Funktionen nutzen, um den Bearbeitungsprozess zu verbessern und zu unterstützen. Der Roboter verbessert zudem den Bearbeitungsprozess selbst, indem er das Werkstück abstützt, um Vibrationen zu verhindern.
Mit dem neuen STANDROID-System präsentiert Okuma hingegen eine Automatisierungslösung, die an die Maschinen angebaut werden kann. Die Installation ist äußerst einfach: Der Roboter wird in einer platzsparenden Automatisierungszelle neben der Maschine positioniert und an die Stromversorgung sowie das Netzwerkkabel angeschlossen.
Dank seines kompakten Designs benötigt STANDROID deutlich weniger Platz als herkömmliche Roboter und ist damit die ideale Lösung für alle, die nur wenig Platz zur Verfügung haben. Auch in diesem Fall benötigen die Bediener keine spezielle Schulung, da die Bedienung der einer normalen Werkzeugmaschine ähnelt. Für maximale Sicherheit überwacht eine 3D-Simulation kontinuierlich die Bewegungen des Roboters im Voraus und gewährleistet so einen kollisionsfreien Betrieb.
ARMROID und STANDROID werden 2019 in Europa erhältlich sein.
Auf dieser Ausgabe der Jimtof wurden auch KI-Systeme für die Diagnostik auf höherem Niveau vorgestellt.
Durch die Einbindung künstlicher Intelligenz (KI) in die Steuerung lassen sich dank ihrer tiefgreifenden Lernfähigkeit und der Analyse der von der Maschine übermittelten Schwingungsdaten folgende Vorteile erzielen: eine präzise Diagnose des Zustands der Spindellager, wodurch Hersteller diese austauschen können, bevor Schäden auftreten; eine Überwachung der Bohrbedingungen in Echtzeit, wodurch die Anzahl der Ausschussteile aufgrund gebrochener Bohrer reduziert wird; sowie eine Minimierung der Werkzeugkosten durch die Visualisierung des Verschleißzustands des Fräsers.
Die KI-Anwendungen werden 2019 in Europa eingeführt.
Am Stand waren alle Maschinen miteinander vernetzt und bildeten so die „Fabrik der Zukunft“: Die Besucher konnten sich so aus nächster Nähe ein Bild vom Potenzial der 4.0-Lösungen von Okuma machen.
Die Smart-Factory-Lösung „Connect Plan“ ermöglicht durch die Vernetzung aller Maschinen eine sorgfältige Überwachung der gesamten Anlage. Die erfassten Daten geben Aufschluss über die Maschinenauslastung und ermöglichen es den Herstellern, den Betriebsstatus der Produktionsanlage auf einem Bildschirm zu verfolgen. Dies ermöglicht eine äußerst effektive Optimierung des Produktionsprozesses sowie eine vorausschauende Wartung, d. h., dass Teile sofort ausgetauscht werden, bevor Störungen oder Defekte auftreten, wodurch Ausfallzeiten und Wartungskosten reduziert werden.
Eine weitere wichtige Neuerung ist die Einführung der NET BOX suite-C, mit der Hersteller auch Maschinen anderer Hersteller miteinander vernetzen können.
Zu guter Letzt war da noch das neue Portalbearbeitungszentrum MCR-S (Super), das die Besucher mit seinen enormen Abmessungen und seiner Schneidleistung beeindruckte.


